Kirche offenbart Geheimnis

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Welsleber Kirche St. Pankratius wird von außen schick gemacht
Von Anja Keßler

Die Sanierung der Welsleber Kirche geht weiter. Gestern übergab Antje Böttger von der Landgesellschaft Sachsen-Anhalt im Namen der Leader-Aktionsgruppe Bördeland einen Zuwendungsbescheid. Aus öffentlichem Topf kommen 37 000 Euro, den Rest stemmen der Kirchenkreis Egeln mit 50 000 Euro und die Welsleber Kirchengemeinde mit 12 000 Euro.


Bürgermeister Bernd Nimmich, der mit Antje Böttger von der
Landgesellschaft Sachsen-Anhalt in der Leader-Aktionsgruppe Bördeland
sitzt, Gemeindekirchenrat Hans-Jürgen Korn und Pfarrer Matthias Porzelle (v.l.) stehen vor der Welsleber Kirche, deren Nordseite in diesem Jahr
saniert wird. Unter anderem werden die Dächer der Eingänge, die jetzt
mit Folien geschützt sind, neu gedeckt. Foto: Anja Keßler
Sie hat ihre Geheimnisse, die Kirche St. Pankratius in Welsleben. Doch einige wurden bei der bisherigen Sanierung offenbar. So kam zum Vorschein, dass das Kirchenschiff um einiges älter sein muss, als bisher angenommen. Als beim ersten Bauabschnitt, bei dem der Dachstuhl saniert und das Dach neu gedeckt wurde, im Innenraum des Kirchenschiffs der Putz und die Vorsatzschale abgenommen wurden, entdeckten wir in den Wänden einen Epitaph und eine Weihwasserschale, erzählt Pfarrer Matthias Porzelle. Fachleute gaben sich daraufhin die Klinke in die Hand. Das Ergebnis: St. Pankratius ist als katholische Kirche gebaut worden, defi nitiv vorreformistisch.
Das Kirchenschiff stammt vermutlich aus der selben Bauzeit wie der Turm, also nicht wie bisher angenommen 1725, sondern 500 Jahre früher. Jetzt stellt sich wieder die Frage, was war zuerst da  der Turm oder das Schiff und damit verbunden: Warum steht der Turm auf der falschen Seite? Die Antwort darauf liegt im Dunkeln. Ganz hell dagegen wird die Kirche mitten im Ort noch in diesem Jahr erstrahlen. Das Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten Mitte gibt im Rahmen der Leader Aktionsgruppe Bördeland 37 000 Euro für die Sanierung der Nordseite. Der Putz wird erneuert, die Dachstühle der Eingänge werden neu gedeckt und die Kirche erhält einen cremeweißen Anstrich. Die Arbeiten an der Außenhülle sollen im August beginnen. Wir schreiben jetzt die Maßnahmen aus, so Pfarrer Porzelle. Innerhalb von drei Monaten muss mit den Arbeiten begonnen werden, erinnert Antje Böttger von der Leader- Aktionsgruppe an die Vorgaben, die mit den Fördermitteln verbunden sind. Die Welsleber Kirche ist das achte Gotteshaus, das in der Leader- Region mit EU-Mitteln unterstützt wird, erklärt Antje Böttger. Noch in diesem Jahr soll die Außenhülle der Kirche fertig sein. Die Sanierung des Turms geschah bereits 1988/89. Das wurde aber so gut gemacht, dass wir dort nichts mehr tun müssen, freut sich Hans-Jürgen Korn, Vorsitzender des Gemeindekirchenrates. Finanziell noch nicht gesichert ist die Sanierung des Innenraumes. Das Kirchenschiff ist bereits trockengelegt, Schwammbefall in der Decke beseitigt und die Holzarbeiten an der Empore sind beendet. Jetzt fehlen noch ein neuer Fußboden, der Wandputz und die Bestuhlung. Das optimistische Ziel der Kirchengemeinde ist, Weihnachten 2012 wieder in St. Pankratius zu feiern, sagt Korn.

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Dokument erstellt am 22.06 2011
Erscheinungsdatum 22.06.2011 | Ausgabe: ELBE-SAALE

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