Heimatverein Altenweddingen bereitet sich auf das „Zehnjährige“ vor
Von Yvonne Heyer
Alle 14 Tage sonntags ist das Ferdiand-Döbbel-Haus, das Domizil des Heimatvereins Altenweddingen geöffnet. Regelmäßige Besucher werden längst festgestellt haben, dass sich hier in jüngster Vergangenheit Einiges verändert hat.
Altenweddingen. Unsere Männer haben hier ganz schön gewirbelt, meint Peggy Marozek. Sie ist die Vorsitzende des Heimatvereins Altenweddingen und mit den Männern meint sie in erster Linie Klaus Ristau, Bernd Jende, Helmut Bunge und Karl-Heinz Germer. Um alle Veränderung in Augenschein zu nehmen, startet der Rundgang durch das Haus nicht drinnen, sondern im schönen Garten des Döbbel- Hauses, wo einst ein altes Sitzportal mit Hilfe von Sponsoren wieder hergestellt wurde und im Garten einen neuen Platz fand. Im Garten selbst wurde vor allem gepfl anzt und es grünt und blüht in vielen Farben. Auch eine alte Schucke bekam einen blühenden Ring, wurde so zum Hingucker und kommt so viel besser zur Geltung. Bei schönem Wetter sitzt die Sonntagsrunde gern hier draußen. Im Innern des Döbbel-Hauses wurden einige Räume umgestaltet. Unser Verein wird im nächsten Jahr zehn Jahre alt. Da wurde es an der Zeit, etwas zu verändern, meint die Vereinsvorsitzende. Im Verlauf der vergangenen Jahre kamen etliche Ausstellungsstücke hinzu, andere gingen zu den ursprünglichen Besitzern zurück. Wir haben etliches neu sortiert, übersichtlicher gestaltet. So wurden etliche Schmuckstücke, die wir in unseren Beständen haben, besser sichtbar, berichtet Peggy Marozek weiter. Ein Ausstellungsraum in der unteren Etage gestalteten die Männer so um, dass hier Tische und Stühle, gestellt zu einer langen Tafel, Platz fanden. Hier fi nden sich die Frauen zusammen, die immer zu den Sonntagsöffnungstagen kommen. Da es sich hauptsächlich um die ältere Generation handelt, brauchen sie nun nicht mehr die steile Treppe hinauf. Hier inmitten zahlreicher Fotos aus vergangenen Altenweddinger Tagen können sie in Erinnerungen schwelgen. In der oberen Etage angekommen, kann Peggy Marozek gleich einen besonderen Schatz, präsentiert in einer Glasvitrine, stolz vorweisen. Es handelt sich um eine alte Bördetracht, die die Familie Mohrenweiser dem Heimatverein zur Verfügung stellte. Tausendfaltenrock, Bluse und Schnabelhaube dieser Tracht waren schon in der ganzen Welt unterwegs, ist von der Vereinsvorsitzenden zu erfahren. Umgestaltet zeigt sich auch das Kinderzimmer des Vereins. Spielzeug wie Puppen, Teddybären und dergleichen mehr wurden neu in Szene gesetzt. Dafür wurden etliche Regale an die Wände gebracht. Auch Wandnischen funktionierte die Handwerkerbrigade zu Regalen um, um zusätzlichen Stauraum zu schaffen. Aus dem hinteren Bereich des oberen Flures bekamen etliche Ausstellungsstücke einen anderen Platz, um auch hier eine bessere Übersicht zu schaffen. Fassadensanierung steht dringend an Im alten Gewand ist der Ausstellungsraum für Sonderausstellungen geblieben. Nebenan, wo sich bislang immer die Frauen sonntags trafen, soll ein größerer Ausstellungsraum geschaffen werden. Dafür muss eine Zwischenwand entfernt werden. Auch die alten, dunklen Paneele kommen ab, um für einen helleren Raum zu sorgen. Renovierungsarbeiten stehen auch in der Küche des Vereins an. Alle Arbeiten werden im Wesentlichen von den Vereinsmitgliedern, eben von den Männern in Eigenleistung erbracht. Die Frauen kümmern sich dann um das Dekorieren, meint die Vereinsvorsitzende. Jedoch im Fall der Fassadensanierung sind dem Verein die Hände gebunden.
| Erstens ist die Gemeinde als Eigner des Gebäudes in die Pfl icht genommen, zweitens könnte der Verein rein fi nanziell die Sanierung nicht stemmen. Doch gerade beim Giebel des Hauses drängt die Zeit, sind die Schänden inzwischen so, dass gehandelt werden muss. Wie Peggy Marozek dazu berichtet, gab es bereits Gespräche mit der Gemeinde. Möglicherweise könne die Fassade über ein Leader- Projekt saniert werden. Hierzu müsse es aber noch weitere Beratungen geben. Am kommenden Sonntag ist das Döbbel-Haus übrigens wieder geöffnet. Von 15 bis 17.30 Uhr stehen die Türen des Hauses offen und vielleicht nutzen die Sülzetaler einmal die Gelegenheit, sich im umgestalteten Döbbel-Haus umzuschauen. Am Sonnabend, 20. August, steht dann das Sommerfest ins Haus. Alle Altenweddinger sind herzlich eingeladen, einige gemütliche Stunden bei hoffentlich schönem Wetter im Garten des Döbbel-Hauses zu verbringen. Beginn ist um 18 Uhr, der Eintritt ist frei. Vereinsmitglieder sollten sich auch den Termin der Vereinsfahrt schon einmal vormerken und sich anmelden. Die Fahrt ist am Sonntag, 18. September. |
Die alte „Schucke“ kommt mit der
Begrünung besser zur Geltung. |

Spielzeug aus Großmutters Zeiten wird gern von den Kindern bestaunt. Auch die Ausstellung im „Kinderzimmer“ wurde neu gestaltet. Fotos: Yvonne Heyer |

Eine originale Bördetracht stellte die Altenweddinger Familie Mohrenweiser dem Heimatverein zur Verfügung. |
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Dokument erstellt am 29.07.2011
Erscheinungsdatum 29.07.2011 | Ausgabe: Börde
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