Dachsanierung kann beginnen |
![]() Freuen sich, dass die Dachsanierung beginnen kann: Beate Prange (ALFF), Elke Weinrich (Planungsbüro), Antje Böttger (Leader-Aktionsgruppe „Bördeland“), Knut Freese (Gemeindekirchenrat). Petra Hort (Bürgermeisterin Stadt Wanzleben – Börde) und Horst Flügel (Ortsbürgermeister). Foto: Constanze Arendt |
Klein Wanzleben. Als stellvertretender Vorsitzender des Gemeindekirchenrates konnte Knut Freese am Montag endlich den Zuwendungsbescheid für die Sanierung des Daches der Kirche St. Johannis in den Händen halten. Als Datum für das Stellen der Rüstung war eigentlich der Tag nach dem Kirchenfest, der 27. Juni, vorgesehen. Doch aufgrund der Aufl agen, die im Zuwendungsbescheid aufgeschlüsselt sind, wird der Baubeginn wohl etwas nach hinten verlegt werden. ,,Wir rechnen mit einer Bauzeit von etwa vier Monaten´´, erklärte Knut Freese. Elke Weinrich, die die Planungen für die Baumaßnahme übernommen hat, | |
| schränkte aber ein, dass die Bauzeit von dem Zustand der Balken im Dachstuhl abhängt. ,,Wie der Zustand ist, sehen wir erst, wenn die Rüstung steht und die Dachziegel aufgenommen sind. Wir werden das neue Dach nur auf einen intakten Dachstuhl aufbauen´´, so Elke Weinrich, die hofft, dass die Frostperiode nicht die Bauzeit beeinfl usst. Da ein bestimmter Mörtel für die Arbeiten verwendet wird, kann nicht während des Frostes gebaut werden. Das Bauvorhaben schließt neben der Erneuerung der Dacheindeckung auch die Dachentwässerung und Zimmermannsarbeiten mit ein. Die derzeitige Dacheindeckung mit Betonsteinen ist bei Dauerregen wasserdurchlässig, was bereits zu Schäden an der Dachkonstruktion und in den Kircheninnenräumen geführt hat. Durch die nicht vorhandenen Dachrinnen kann das Regenwasser ungehindert an der Fassade herunterlaufen und im Innenbereich Feuchtschäden verursachen. Für die Bauarbeiten sind Gesamtkosten von 216 000 Euro veranschlagt, etwa 78 000 Euro sind Fördergelder aus dem Leader-Programm. Die restlichen etwa 130 000 Euro dafür bringen die Kirchengemeinde und der Kirchenkreis gemeinsam auf. Bereits in den vergangenen Jahren sind zahlreiche Baumaßnahmen zur Sicherung der Kirche als Denkmal und als weithin sichtbares Wahrzeichen des Zuckerdorfes durchgeführt worden. So wurden die Fassaden an der Süd- und an der Ostseite saniert und es erfolgte die Turmfassadensanierung und die Mauerwerksabdichtung an der Südseite. An der Sakristei, am Altarraum und am Turm wurden die Dächer erneuert und Dachrinnen angebracht. In naher Zukunft soll die Kirche St. Johannis als Zuckerkirche in die ,,Süße Tour´´ eingebunden werden. Sie wurde 1873/1874 erbaut, in einer Zeit als in Klein Wanzleben die Zuckerindustrie und die Saatforschung expandierten. Sie wurde durch die Familien Rabbethge und Giesecke mitfi - nanziert. So wurden beispielsweise auch die historisch wertvollen Buntglasfenster oder der Kokosläufer im Inneren der Kirche durch die Familie Rabbethge gestiftet. Die Kirche beeindruckt heute nicht nur durch ihre in der Börde untypische Form, sondern ist auch das einzige Bauwerk im Zuckerdorf Klein Wanzleben, das Platz für mehrere hundert Menschen bietet. So ist sie auch als Kulisse für Konzerte sehr beliebt. Davon können sich die Besucher nicht nur beim bevorstehenden Kirchenfest vom 24. bis 26. Juni überzeugen, sondern auch zur ,,Süßen Tour´´ im September. In Abstimmung mit dem Tourismusverband Elbe- Börde-Heide soll die Kirche in dieses kulturelle Ereignis eingebunden werden. ,,Im Zusammenwirken mit dem ,Casino‘ soll hier Zuckerkuchen in Rübenform angeboten werden und unsere Organistin Traute Dwilies wird die Orgel spielen´´, kündigte Knut Freese schon einmal die Höhepunkte an. | ||